Mittwoch, 10. April 2013

Training mit Ex-Profis II

Ex-Profis verschiedener Sportarten werden am 10. Juni 2013 an der Ursula-Kuhr-Schule in Köln Heimersdorf mit den Schülern trainieren und so ein wenig Abwechslung in ihren tristen (Schul-)Alltag bringen. Geplant ist eine regelmäßige Wiederholung dieser Treffen, um die Hauptschüler für den Sport zu begeistern und ihren Teamgeist zu fördern.

Am 10. April fand das dritte Planungstreffen in der Ursula-Kuhr-Schule in Köln-Heimersdorf statt:
von inks: Heinz Sieke, Sania, Marco Reich, Kai Manteuffel, Talwasa Malang,
Markus Thulin, Frank Teufer, Sara Saponara, Hella Bönig
[Foto: M.Thulin]
Der ehemalige Torhüter der Handball-Nationalmannschaft und fünfmalige deutsche Handballmeister, Andreas Thiel, und der SC-Fortuna Köln-Spieler Matthias Scherz haben schon ihre Teilnahme zugesagt.
Wir freuen uns auch darüber, dass wir mit Sania einen Tanzlehrer haben, der den Schülern ein Alternativprogramm von Hip Hop über Breakdance bis zu Bebop und Jazz bieten kann:
Sania in Aktion
Am 10. Dezember haben wir hier erstmalig über das Projekt "Training mit Ex-Profis" berichtet:

Dienstag, 9. April 2013

Kabale und Liebe II

Wie macht man eigentlich Theater?
Man beginnt mit einer Leseprobe

Ferdinand im Zweifel darüber, ob er Luise vergiften und damit Miller seiner einzigen Tochter berauben soll: 
"Das einzige Kind! - Fühlst du das, Mörder? Das einzige! Mörder! hörst du das einzige? [...]- Du willst's ihm rauben?
Rauben? - rauben den Notpfennig einem Bettler?[...]  Hab' ich auch Brust für das? - Und wenn er nun heimeilt und nicht erwarten kann, die ganze Summe seiner Freuden vom Gesicht dieser Tochter herunter zu zählen..." 
Paula Kalenberg als Luise Miller und August Diehl in der Rolle des Ferdinand vonWalter in der Vefilmung (2005) von Leander Haußmann [Foto: archiv.ff-schlingel.de]
Am 9. März haben wir zum ersten Mal über das Theaterprojekt "Kabale und Liebe" berichtet:
http://zentrodada.blogspot.de/2013/03/kabale-und-liebe.html

Montag, 8. April 2013

Verpflichtungserklärung mit Bonitätsprüfung


Der Ottmar-Pohl-Platz im Kölner Stadtteil Kalk.  8:30 Uhr morgens. Die nächsten drei Stunden werde ich im "Amt für Ausländerangelegenheiten", Abteilung "Bonitätsprüfung" verbringen.

Im Wartebereich, direkt an der Ballustrade zu dem gigantomanisch konzipierten Innensaal des Hauses, warte ich darauf, dass meine Nummer aufgerufen wird. Ich sitze zwischen einer Familie mit zwei Kindern und einem jungen Mann, der wie ein Student aussieht. 

Folgende Dokumente haben wir alle mitgebracht:

1. die Lohnbescheinigungen der letzten sechs Monate (von beiden Ehepartnern)
2. die Kontoauszüge, die den Eingang der Gehälter auf das Konto dokumentieren
3. den Mietvertrag
4. Bescheinigungen über laufende Kosten (z.B. Versicherungsbeiträge) 
5. Bescheinigungen über Kreditabzahlungen (falls vorhanden)
6. die Arbeitsverträge
7. Bescheinigung über das Kindergeld (durch Kontoauszug dokumentiert)
8. und bei Selbstständigkeit: BWA – Betriebeswirtschaftliche Auskunft

Foto: www.franz-paul-verlag.de
Nur wenn alle Unterlagen vollständig sind, wird man uns eine Verpflichtungserklärung mit Bonitätsprüfung ausstellen. Die Familie, der Student, das gerade eingetroffene Pärchen im business casual und ich wollen einen Verwandten (manchmal auch einen Bekannten) aus einem Visum-pflichtigen Land außerhalb der EU zu einem Besuch in Deutschland einladen. 

Durch die Verpflichtungserklärung wird sichergestellt, dass meine Frau und ich im Falle einer "Abschiebung" oder "Zurückschiebung" meiner Schwiegereltern die Kosten für den Transport tragen können. Dieser erfolgt zum Beispiel, wenn sie eine Straftat bestehen.

Meine Schwiegereltern erhalten ein Visum, wenn sie in der deutschen Botschaft ihres Heimatlandes folgende Dokumente vorgelegt haben:

- eine offizielle Einladung
- eine Reisekrankenversicherung 
- ein Hin- und Rückflugticket 

Bekannte von uns haben im letzten Jahr versucht, einen Verwandten aus Cuba einzuladen. Man hat ihnen trotz Vorlage aller geforderten Dokumente die Einreise nicht bewilligt. 
Nummer 17 – Ich werde aufgerufen. Die Nervosität steigt.

Die Frau, die meinen Antrag bearbeitet, kenne ich schon. Schließlich bin ich schon zum vierten Mal hier.
Wir gehen alle Kontoauszüge, Arbeitsverträge und Versicherungsbescheide zügig durch. Vor drei Wochen ist mein Antrag abgelehnt worden. Heute kann ich mehr Sicherheiten vorweisen. Und ich habe Glück. Nachdem ich 25 Euro Bearbeitungsgebühr bezahlt habe, bekomme ich die Erklärung.
Meine Frau ist seit acht Jahren in Deutschland. Sie zahlt seit sieben Jahren Steuern, vor einem Jahr hat man ihr die Staatsbürgerschaft bewilligt. Unser Bekannter hat mir erzählt, dass man ihm im Amt für Ausländerangelegenheiten gesagt hätte, dass es einfacher sei, einen Afghanen nach Deutschland einzuladen, als einen Cubaner.

Dienstag, 2. April 2013

Das Thema Tod wird immer noch tabuisiert

Eine Kinderführung auf dem Friedhof Melaten


„Hallo, ich bin Markus. Heute führe ich Euch über den Melaten-Friedhof. Und ich verspreche Euch, dass Ihr nachher Eichhörnchen aus nächster Nähe sehen werdet“. Klar, dass so ein Versprechen zieht. Um die Tierchen anzulocken, bekommen die Kinder ein paar Erdnüsse. [Foto: A. Baldivieso]
Den vollständigen Artikel, der am 2. April in der Kölnischen Rundschau erschien, können Sie/könnt Ihr hier nachlesen:

Montag, 1. April 2013

Muslime in Köln (Ehrenfeld)


Erste öffentliche Führung am 20. April!
In Köln-Ehrenfeld wird eine neue Moschee gebaut. Grund genug, sich in diesem Stadtteil etwas genauer umzusehen. Auf den Spuren des Islam wandern wir entlang der Venloer Straße von Teheran nach Sarajewo. Kölner Muslime erzählen aus ihrem Leben und beschränken sich dabei nicht nur auf die Religion. Erleben Sie die orientalische Gastfreundschaft und lernen Sie ein paar Kölner kennen, die schon lange in Ihrer Nachbarschaft wohnen.
Foto: DITIB
Öffentliche Termine für die deutschsprachige Führung zum Thema „Muslime in Köln (Ehrenfeld)“: 20.4., 25.5., 22.6., 20.7., 17.8., 28.9. jeweils um 14 Uhr
Dauer der Führung: 2h
Treffpunkt: Neue Moschee der DITIB, Ecke Innere Kanalstraße/Venloer Straße
Anmeldung unter: markusthulin@yahoo.de
Preis: 8 Euro pro Person
weitere Stadtführungen finden Sie/findet Ihr unter