Montag, 17. Dezember 2012

Der Weltuntergang - Teil I

1500 vor Christus: Endzeitschlacht zwischen Gut und Böse im Zoroastrismus.
700 vor Christus: Große Flut im Gilgamesch-Epos. 
592 vor Christus: Hesekiels apokalyptische Vision. 
250 vor Christus: Apokalypse des Henoch. 
168 vor Christus: Daniel-Apokalypse.
4990 vor Christus: Die Sintflut. 
3114 vor Chr.: Der erste Tag des Maya-Kalenders. 
3100 vor Christus: Große Flut in der indischen Madya Purana. 
1700 vor Christus: Große Flut im sumerischen Eridu-Mythos

"Der Herr sah, dass auf der Erde die Schlechtigkeit des Menschen zunahm und dass alles Sinnen und Trachten seines Herzens immer nur böse war. Da reute es den Herrn, auf der Erde den Menschen gemacht zu haben, und es tat seinem Herzen weh. Der Herr sagte: Ich will den Menschen, den ich erschaffen habe, vom Erdboden vertilgen."

Es ist ja ganz klar. Die Welt wird untergehen. Die Frage ist nur, wann sie untergehen wird.

Zwischen 90 und 110: Die Apokalypse des Johannes wird geschrieben
In der christlichen Tradition war die Apokalypse des Johannes, die berühmte Geheime Offenbarung, die vielleicht wichtigste; im gnostischen Schrifttum aus der Zeit des frühen Christentums sind aber auch viele andere Apokalypsen verfasst worden, die sich zum Teil auch durch ihre Fantasien und Endzeitvorstellungen noch unterscheiden von der Johannesapokalypse.

"Und ich sah ein fahles Pferd. Und der darauf saß, dessen Name war der Tod und die Hölle folgte ihm nach. Und ihnen wurde Macht gegeben über den vierten Teil der Erde, zu töten mit Schwert und Hunger und Pest und durch die wilden Tiere auf Erden.
Und aus dem Rauch kamen Heuschrecken auf die Erde, ... und die Heuschrecken sahen aus wie Rosse, die zum Krieg gerüstet sind, und auf ihren Köpfen war etwas wie goldene Kronen, und ihr Antlitz glich der Menschen Antlitz."

130 nach Christus. Rabbi Yose HaGelili glaubt, dass der Messias drei Generationen nach der Zerstörung des Tempels von Jerusalem erscheint. 
156 nach Christus. Der Prophet Montanus sagt voraus, in der phrygischen Ortschaft Pepouza würde das neue Jerusalem vom Himmel herabkommen.
195 prophezeihen sybillinische Orakel das Weltende und führen zu einer Konversionswelle unter den griechischen Heiden. 
247 wird der 1000. Geburtstag Roms gefeiert und die verfolgten Christen glauben an den Ablauf des Millenniums.

Die Hure Babylon.
Geheimwort der frühen Christen für Rom. In der Rasta- und der New-Age-Bewegung Symbol für Korruption und Verderbnis bzw. auch den westlich-industriellen Kapitalismus.
Die Hure Babylon muss sterben!

Das himmlische Jerusalem
"Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann."

Schlacht von Armageddon.
Die große Endzeitschlacht zwischen Gut und Böse.
Prämillenarismus.
Erst Drangsal, dann Parusie, dann Millennium, dann das Jüngstes Gericht, dann Ewigkeit.
Postmillenarismus.
Erst Millennium, dann die Parusie, dann Jüngstes Gericht, dann Ewigkeit.
Stimme des Zorns
Dispensationalismus.
Erst Entrückung, dann Drangsal, dann Parusie, dann 1000 Jahre und dann Gericht und Ewigkeit.

Die Entrückung.
Eine, in einigen Lesarten auf die Gläubigen begrenzte Gruppe von Menschen wird quasi direkt in den Himmel gebeamt. Lässt sich leicht auf UFO-Entführungen uminterpretieren und erfreut sich besonders in amerikanisch-evangelikalen Kreisen einiger Beliebtheit. Entrückung heißt auf Englisch Rapture.

Im App-Store gibt es 30 Weltuntergangsanwendungen für's Handy.

"Und es kam Hagel und Feuer, mit Blut vermengt, und fiel auf die Erde; und der dritte Teil der Erde verbrannte... Und es stürzte etwas wie ein großer Berg mit Feuer brennend ins Meer, und der dritte Teil des Meeres wurde zu Blut... Und es fiel ein großer Stern vom Himmel, der brannte wie eine Fackel."

Wenn Ihr wissen wollt, wie es mit dem Weltuntergang weitergeht, dann besucht "Zentrodada" am 19. Dezember 2012.

[mit freundlicher Unterstützung von Deutschlandradio

1 Kommentar:

  1. Armageddon

    Bei gegenständlichen Fehlinterpretationen von metaphorisch beschriebenen, funktionalen Zusammenhängen entstehen schwere Missverständnisse. Ist die gegenständliche Interpretation von "Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm" noch durchaus sinnvoll, kann sie bei "Der Experte ist schwer auf Draht" nur als gegenständlich-naiv bezeichnet werden. Wird die gegenständlich-naive Fehlinterpretation berufsmäßig betrieben, weil sie sich an viele ganz Ahnungslose gut verkaufen lässt, entsteht eine Religion (Cargo-Kult). Und weil sogar die Anhänger eines Cargo-Kultes ihren Stolz haben, nennen sie es dann auch "Religion". Vorteil: Elementare funktionale Zusammenhänge, die schon früh erkannt wurden, geraten nicht in Vergessenheit. Nachteil: Ihre wahre Bedeutung wird durch den Cargo-Kult verdeckt. In Religionen gibt es viel – Funktionales – zu entdecken.

    Die originale Heilige Schrift – die "heilige Bibel" nur bis Genesis_11,9 – behandelt immer und ausschließlich die Basis allen menschlichen Zusammenlebens und die grundlegendste zwischenmenschliche Beziehung: Makroökonomie und Geld. Die Suche nach der "Arche Noah" bitte einstellen: "Wasser" = liquides Zinsgeld, "Sintflut" = Hyperinflation.

    Stellen wir uns also die Frage: Gibt es eine größte anzunehmende Katastrophe, die eine ganze Zivilisation auslöschen kann, ohne dass sie die Möglichkeit hat, sich davon in absehbarer Zeit zu erholen? Die gibt es und unserer "modernen Zivilisation" steht sie unmittelbar bevor.

    Angst? Die sollten Sie haben!

    Warum haben Sie keine Angst?

    Weil Sie in einem Cargo-Kult leben – ob Sie daran glauben oder nicht.

    Gleich haben Sie Angst: Armageddon = globale Liquiditätsfalle.

    Wenn Sie immer noch keine Angst haben, fehlt Ihnen die Kenntnis der Grundlagenliteratur: "General Theory of Employment, Interest and Money", John Maynard Keynes, 1935 ("Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes", 1936). Doch selbst wenn Sie die ganze Schwarte gelesen haben, haben Sie wahrscheinlich nur "Bahnhof" verstanden und könnten sich möglicherweise noch in Ihrem Aberglauben gestärkt fühlen, dass die "hohe Politik" die so genannte "Finanzkrise" mit der Unterstützung vieler so genannter "Finanzexperten" schon irgendwie in den Griff bekommt. Allerdings: Sowohl J. M. Keynes als auch die "hohe Politik" und die "Finanzexperten" befanden oder befinden sich innerhalb des Cargo-Kultes, sodass die Aussichten, dass ausgerechnet diese Patienten die größte anzunehmende Katastrophe der Weltkulturgeschichte noch rechtzeitig abwenden könnten, nicht besonders gut sind. Glauben Sie bitte nicht, Herr Schäuble, in seiner Eigenschaft als "Finanzminister", könnte Ihnen erklären, was eine Liquiditätsfalle ist; und Prof. (Un-)Sinn würde Ihnen vielleicht weismachen wollen, dass "so etwas" gar nicht existiert.

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