Samstag, 14. Juli 2012

Ein Tourist Guide ohne Tourists

Schon das dritte Mal innerhalb einer Woche! Das ist der absolute Rekord. Es kommt ja schon einmal vor, dass man keine Kunden, Touristen oder Besucher hat, aber man verschmerzt es, weil es zum Geschäft dazu gehört. Aber gleich drei Mal hintereinander! Das ist zu viel. Heute bin ich fünf Minuten nach Beginn der eigentlichen Stadtführung gegangen. Ich habe mir das Schild regelrecht heruntergerissen. Ich war wirklich extrem angepisst. Und ich habe alle und alles gehasst: das beschissene Wetter, die Agentur, die mir nur diese drittklassigen Termine gibt und die Leute, die an mir vorbeilaufen als würde es sie überhaupt nicht interessieren, dass ihnen gerade eine der interessantesten und lustigsten Führungen entgangen ist. Nach sechs Jahren als Stadtführer geht man mit solch einer Situation professionell um. Es ist ja auch nicht so, als hätte ich das nicht geahnt. Ich wusste, dass niemand kommen wird. Natürlich hatte ich einen Back-Up Plan. Und trotzdem kotzt es mich an. 
So. Das musste einfach mal raus. Und dabei habe ich noch gar nicht über den finanziellen Aspekt geredet. Ganz zu schweigen von der Reaktion des Sozialpartners. Nun interessiert mich Eure Meinung zu diesem Thema.

Kommentare:

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  2. Je trouve cela sain.

    Il faut parfois hair pour de nouveau pouvoir apprécier. C'est même plutôt un bon signe d'extérioriser.
    L'indifférence serait bien pire

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